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DRK-Bergwacht rettet verunglückten Wanderer von Affenstein-Promenade

Was wenn Rettungsdienst als auch Rettungshubschrauber im unwegsamen Gelände nicht zum Zuge kommen kann? Dann hilft nur noch die Erfahrung und Muskelkraft der ehrenamtlichen Retter der DRK Bergwacht Sachsen! Die Geschichte einer aufwendigen Rettung …

Fotos: Marko Förster

Alarm für die Bergwacht Bad Schandau und Sebnitz am frühen Nachmittag des 6.10. im Elbsandsteingebirge. Ein 47-jähriger Wanderer aus Köln war allein bei einer Tour auf der Oberen Affenstein-Promenade bei Schmilka unterwegs. Er rutsche offenbar aus und brach sich den rechten Unterschenkel. Glücklicherweise hatte er Handyempfang und konnte so selbst Rettung organisieren.
Die sechs Kameraden der Bergwacht versorgten zunächst den ansprechbaren Verletzten, schienten mit einer Vakuumschiene sein Bein und legten ihn zum Abtransport in eine Schleifkorbtrage. Anschließend wurde er rund 100 Meter zu Fuß zu einer kleinen Lichtung transportiert.
Ein angeforderter Hubschrauber (SAR Hubschrauber der Bundeswehr aus Holzdorf) mit Winde sollte den Mann von dem Felsen zum Rettungswagen auf die Wildwiese fliegen. Da die Fläche zum Abtransport zu klein und außerdem der Wind zu heftig war, wurde nach drei Versuchen die Rettung per Helikopter abgebrochen.
Die Kameraden trugen den Mann nun rund einen Kilometer durch teils unwegsames Gelände zu ihrem Einsatzfahrzeug. Von dort aus ging es in der Nähe des Winterberges Richtung Schmilka.
Auf einem Holzlagerplatz wurde der Verletzte in den Rettungswagen des DRK-Pirna- Rettungswache Bad Schandau - umgeladen und ins Krankenhaus nach Sebnitz gebracht. Gegen 17 Uhr war die aufwendige Rettungsaktion beendet. Es war der 37. Einsatz allein für die Bergwacht aus Bad Schandau. Ein großes Dankeschön an euch, liebe Kameradinnen und Kameraden für den unermüdlichen Einsatz in eurer Freizeit!

6. Oktober 2017 19:58 Uhr. Alter: 15 Tage